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FanFiction
  Und täglich grüßt das Haar oder Blues haarige Angelegenheit
by Mekura

Ein friedlicher Morgen begann, die Sonne schien und die Vögel zwitscherten, aber noch war kein Mensch auf den Beinen....
"SIBIII! Gib' mir meinen Schoko-kun wieder! Du bist gemein!!! Das sag ich Greeheeen!"
Wie gesagt, kein Mensch.... nur ein Halbdämon und ein Schokoladen- Otaku...
Ein weiterer Halbdämon öffnete gerade die Augen.
"Hmpf, können die nicht mal leiser sein?"
"Pink, ganz ruhig, du kriegst Schoko-kun ja wieder und dazu noch einen leckeren Kakao- wenn du mir einen Gefallen tust, ja Pink?"
"Okay!"
"Dann hör zu... Tuschel, wisper"
"Ich bring ihn um, wenn er Pink gerade das fragt, was ich glaube- nein, was ich weiß- dass er fragt!", knurrte Blue und richtete sich auf.
"Am frühen Morgen so geweckt zu werden und dann auch noch die perversen Pläne seines kleinen - ich mag es gar nicht aussprechen- Bruders anhören zu müssen...."
"Aber du darfst keinem verraten, dass du mir ein Loch im Socken stopfst, das ist uncool, ja Pink?"
"Okay!"
Ach so, das war's..... Bei dieser unerwarteten Wendung verlor sogar Blue fast seine beinahe schon sprichwörtliche Fassung. Aber seit wann konnte Pink denn nähen?! Hatte sie Unterricht bei Grey genommen? Und wieso war sein Bruder zu doof dazu?
Blue betrat das kleine Badezimmer, das direkt mit seinem Schlafzimmer verbunden war, und schaute in den Spiegel. Unwillig hielt er eine Strähne seines schlaff herab hängenden Haares mit den Fingerspitzen hoch.
Es klopfte.
"Duhuuu, Gary-chanchen, hast du etwas Schokolade für mich? Hab' meine schon auf und meinen Kakao auch."
Blue seufzte.
"Nein, Pink hab' ich nicht."
"Echt nicht?" Pink versuchte die Tür aufzumachen. "Wieso hast du abgeschlossen?"
'Damit niemand mein Haar sieht', dachte Blue.
Laut sagte er: "Damit Silver mich nicht im Schlaf umbringt. Frag Green, die hat bestimmt Schokolade."
"Okay."
Blue seufzte erneut und wandte sich wieder dem Spiegel zu.
"Jetzt zu euch!", knurrte der Halbdämon seine Haare an.
Er schloss die Augen und sein Körper strahlte in einem unheilvoll rötlichem Licht. Die dämonische Aura verursachte einen starken Wind, der alles in dem kleinen Badezimmer und auch in Blues Schlafzimmer durcheinander wirbelte. Blue öffnete seine Augen und richtete seinen dämonischen Blick auf den Spiegel. Er spürte wie sich jede einzelne Haarwurzel unter dem Einfluss des "ultrabösen Blicks" aufrichtete und sein Haar die gewohnte Gestalt annahm. Das teuflische Glühen seines Körpers erlosch, die Arbeit war getan. Ein letzter prüfender Blick in den Spiegel.
"Du da", wies Blue ein mürrisches Haar zurecht, "steh gerade!" Pling, das Haar gehorchte und stand kerzengerade vom Kopf des jungen Halbdämonen ab. Dieser schaute sein Spiegelbild zufrieden an. Da sage noch mal jemand, seine dämonische Seite könne nicht mit Silvers mithalten. Sogar seine Haare- immerhin zur Hälfte dämonischen Ursprungs- fürchtetn ihn!
Blue schloss seine Tür auf und wollte gerade in die Küche gehen, doch er rannte fast in Green rein, die vor seiner Zimmertür stand.
"Guten Morgen, Gary", sagte sie besonders freundlich. Blue ahnte, sie wollte was von ihm. "Kannst du mir ein bisschen Geld leihen? Ich muss Schokolade für Pink kaufen gehen. Bitte, bitte, Gary. Ich geb's dir auch zurück. Versprochen!"
Blue verdrehte die Augen. Green hatte die Finger hinterm Rücken gekreuzt. Glaubte sie denn, er wisse das nicht?
Trotzdem drückte er ihr ein paar Münzen in die Hand.
"Danke, Gary, du bist ein Engel! Äh.. Schatz!" Jetzt sah sie das Chaos in Blues Zimmer.
"Was ist denn in deinem Zimmer passiert? War das Sibi?"
"Mmh, ja..." Wieso nicht? Klang doch ganz plausibel...
"Jetzt muss ich aber los! Ciao, Gary!" Green lief fröhlich aus der Wohnung zum Supermarkt. Ihre Ohrringe, die die Form von Glöckchen haben, baumelten an ihren Ohren.
`Sie trägt sie wirklich...', dachte Blue und ging in die Küche. Blue nahm sich etwas Brot und Marmelade und setzte sich an den Tisch . Er lächelte. Klar, denn trotz des starken Windes, der die Bäume vor dem Küchenfenster hin und her schaukeln ließ, würde seine Frisur halten, während jeder andere sein nutzloses Haarspray verfluchen würde. Oder gab es vielleicht noch einen anderen Grund?